Eine effektivere Art, eine gesündere Ernährung zu geniessen
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Eine effektivere Art, eine gesündere Ernährung zu geniessen

Willst du es dir leichter machen, dich gesünder zu ernähren? Vorkochen ist klug – aber deine Energie ins Training zu stecken, könnte noch besser sein.

Emma Hogan

Es hält sich die weit verbreitete Überzeugung, dass bei Gesundheit und Gewichtskontrolle, die Ernährung zu 80 Prozent und Bewegung zu 20 Prozent zählt. Doch Forschungen deuten darauf hin, dass Bewegung einen überraschend starken psychologischen Einfluss haben kann.

Forscher haben herausgefunden, dass Menschen ganz natürlich beginnen, gesündere Ernährungsentscheidungen zu treffen, sobald sie mit einem regelmässigen Trainingsprogramm beginnen. Bereits drei 30-minütige Workouts pro Woche können die Veränderung anstossen.

Nach vier Monaten regelmässigen Trainings begannen die Studienteilnehmenden sich auf natürliche Weise von ungesunden Lebensmitteln abzuwenden. Obwohl sie ausdrücklich angewiesen wurden, ihre Ernährung nicht zu verändern, verspürten sie zunehmend Lust auf gesündere Lebensmittel wie magerem Fleisch, frischem Obst und Gemüse.

"Das zeigt die psychologische Kraft von Bewegung", sagt Bryce Hastings, Head of Research bei Les Mills. "Wenn Menschen anfangen zu trainieren, hilft ihnen das, sich gesund zu fühlen – und dann ziehen sie ganz natürlich gesündere Verhaltensweisen wie besseres Essen nach."

Hastings fügt hinzu, dass es beim Erhalt eines gesunden Gewichts nicht nur die bewegungsbedingte gesündere Ernährung ist, die hilft.
Regelmässiges Training verbrennt Fett, baut Muskeln auf und hilft, das Gewicht langfristig zu halten. Darüber hinaus verbessert regelmässiges Training alles – von psychischer Gesundheit und Langlebigkeit bis hin zu Knochen- und Herzgesundheit – und bringt eine Vielzahl lebensverändernder Vorteile mit sich.

WARUM BEWEGUNG STRIKTES DIÄTEN SCHLÄGT

Die neuseeländische Gesundheits- und Ernährungsexpertin Niki Bezzant sagt, dass es zahlreiche Belege dafür gibt, dass strenge Diäten einfach nicht funktionieren. "Die meisten von uns wissen es – und die Wissenschaft hat es immer wieder gezeigt: Die meisten Menschen, die eine Diät machen, um Gewicht zu verlieren, nehmen das verlorene Gewicht irgendwann wieder zu – und oft sogar noch mehr."

"Ja, wenn du eine Diät machst, kannst du abnehmen. Aber wir wissen auch, dass der einzige Weg, das Gewicht zu halten, darin besteht, ein Leben lang an dieser Diät festzuhalten. Und wie jeder, der jemals eine Diät gemacht hat, weiss, ist das so gut wie unmöglich."

Bezzant erklärt, dass restriktives Essen auch unseren Kopf beeinflussen kann. "Es verändert unsere Beziehung zum Essen – von etwas Einfachem, das mit Hunger, Zufriedenheit und Genuss zu tun hat, hin zu etwas Komplexem – geprägt von Verzicht, Ablehnung und Selbstbeurteilung. Für einige Menschen kann das sogar zu gestörtem Essverhalten führen."

Inzwischen setzen immer mehr Ernährungsberater und Diätologen auf einen No-Diet-Ansatz. Sie weigern sich, Klienten zu wiegen, und konzentrieren sich stattdessen auf andere Vorteile, die Menschen durch Körperakzeptanz und gesundes Essen erreichen können.

EIN NACHHALTIGER ANSATZ FÜR GESUNDHEIT

Erfolg mit Ernährung hängt letztlich davon ab, was langfristig umsetzbar ist.

Wenn wir also Änderungen an unserer Ernährung vornehmen, sollten wir überlegen, ob diese Veränderung – das Weglassen von Kohlenhydraten, der Verzicht auf Milchprodukte oder andere strikte Regeln – etwas ist, das wir für den Rest unseres Lebens beibehalten können. Wenn die Antwort nein lautet, sollten wir vielleicht umdenken.

Ernährungsexperte Dr. David Katz, Gründungsdirektor des Yale-Griffin Prevention Research Center der Yale University, sagt, wir müssten unsere Sichtweise grundsätzlich ändern und eine gesunde Ernährung so behandeln wie Bewegung. "Wir gehen nicht auf Bewegung – wir bewegen uns, meist mit dem Ziel, fitter zu werden und dranzubleiben." Erfolg zeigt sich langfristig. Und dieser hängt von gesunden Gewohnheiten ab.

WICHTIGE ERKENNTNISSE: GESUNDE ERNÄHRUNG UND BEWEGUNG

Bewegung kann gesündere Essgewohnheiten fördern: Die Forschung zeigt, dass regelmässiges Training ganz natürlich zu besseren Essentscheidungen führt – auch ohne bewusste Ernährungsumstellung.

Schon drei Workouts pro Woche können Veränderungen auslösen: Bereits drei 30-minütige Einheiten pro Woche können das Verlangen nach magerem Eiweiss, Obst und Gemüse steigern.

Regelmässiges Training ist oft nachhaltiger als strikte Diäten: Diäten führen häufig nur kurzfristig zum Erfolg. Nach Beendigung nehmen die meisten Menschen wieder zu – teils sogar mehr als zuvor.

Restriktives Essen kann die mentale Gesundheit beeinträchtigen: Strenge Diäten können die Beziehung zum Essen belasten und zu Gefühlen von Verzicht oder gestörtem Essverhalten führen.

Nachhaltigkeit ist der Schlüssel: Jede Ernährungsumstellung sollte langfristig machbar sein. Wenn nicht, ist sie wahrscheinlich nicht sinnvoll.

Bewegung ist eine lebenslange Gewohnheit: Anders als Diäten, die man anfängt und aufhört, ist Bewegung meist auf Langfristigkeit ausgelegt – mit dem Ziel, Fortschritt zu halten und zu wachsen.

Publikationsdatum 05.05.2026

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